Weinbauverband stellt die Weichen für die Zukunft

Weinbauverband Sachsen gibt Ausblick auf die zukünftige Arbeit

Am 14. Juni gab der neu gewählte Vorstand des Weinbauverbandes Sachsen im Ratssaal der Stadt Meißen, der Wiege des sächsischen Weins, einen ausführlichen Überblick über die Aufgaben und Herausforderungen, vor denen die Elbtalwinzer in den kommenden Wochen und Monaten gemeinsam stehen. Gleichzeitig präsentierte der Verband einen Maßnahmenplan (Download), mit dem die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des gesamten Weinbaugebiets gestellt werden soll.

1. Stärkung des Zusammenhalts der sächsischen Winzer
Die aktuellen Herausforderungen für die sächsischen Winzer können nur gemeinsam und mit einem starken Weinbauverband gemeistert werden. Aus diesem Grund hat der neue Vorstand nach seinem Amtsantritt zahlreiche Gespräche mit Mitgliedern sowie weiteren Winzerkollegen begonnen und diese dazu eingeladen, sich zukünftig wieder stärker im Weinbauverband einzubringen und die Verbandsarbeit auch aktiv mitzugestalten. Darüber hinaus hat der Verband weitere Schritte geplant, mit denen der Zusammenhalt innerhalb der sächsischen Winzerschaft gestärkt werden soll.

Neben der Bearbeitung von Themen für die großen und mittleren Weingüter in Sachsen befasst sich der Weinbauverband zukünftig noch intensiver mit den Fragen und Herausforderungen der vielen Kleinwinzer im Freistaat. Dazu hat der Verband eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sowohl als Plattform für den Austausch und die Kommunikation zwischen den einzelnen Kleinwinzern und Weinbaugemeinschaften dient, aber auch die für sie wichtigen Themen identifiziert und bearbeitet.

2. Umsetzung der neuen Weinrechtsprechung & Bildung einer Schutzgemeinschaft
Eine weitere wesentliche Aufgabe, mit der sich der Weinbauverband zurzeit beschäftigt, ist die Umsetzung der neuen deutschen Weinrechtsprechung in Sachsen: In den kommenden Jahren müssen die Regelungen des aktuellen deutschen Weinrechts, mit der Unterteilung in Qualitätsweine, Prädikatsweine etc., in das romanische Bezeichnungsrecht – mit einem Fokus auf der Herkunft der Trauben und demzufolge den einzelnen Weinbergslagen – überführt werden. Eng damit verbunden ist auch die Bildung einer Schutzgemeinschaft für den sächsischen Wein und für die geschützte Herkunftsbezeichnung „Sachsen“. Der Weinbauverband Sachsen startet einen intensiven Austausch mit Ministerien, Ämtern sowie anderen Verbänden und Winzern, um diesen wichtigen Prozess für das Weinbaugebiet Sachsen zu initiieren und erfolgreich voranzutreiben.

3. Stärkung der Gebietsweinwerbung
Das Weinbaugebiet Sachsen gehört mit einer Rebfläche von rund 500 Hektar zu den kleinsten Weinregionen Deutschlands. Auf weniger als 0,5 Prozent der gesamtdeutschen Rebfläche produzieren die Elbtalwinzer nur etwa 0,3 Prozent der deutschen Weine. Der Anteil der sächsischen Weine am gesamtdeutschen Weinmarkt. Mit ihren eleganten „Cool Climate“-Weinen in Verbindung mit dem Fokus auf einer hohen Weinqualität können die sächsischen Winzer jedoch auch Weinfreunde außerhalb Sachsens begeistern.

Um das Profil und die Bekanntheit des sächsischen Weins weiter zu steigern, die touristisch attraktive Weinkulturlandschaft im Elbtal zu erhalten und damit verbunden auch die Zukunft des gesamten Weinbaugebietes erfolgreich zu gestalten ist eine starke Gebietsweinwerbung entscheidend. In ehrenamtlicher Tätigkeit des Vorstandes und trotz begrenzter finanzieller Mittel hat der Weinbauverband Sachsen auch in der Vergangenheit bereits zahlreiche Maßnahmen der Gebietsweinwerbung erfolgreich umgesetzt und damit das Weinland Sachsen und die sächsischen Winzer bei den deutschen Weinfreunden bekannter gemacht. Seien es der Auftritt sächsischer Winzer an einem Gemeinschaftsstand auf der ProWein, der größten Weinmesse der Welt, die Kooperationen und Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an
Partnern in der Region, aber auch außerhalb Sachsens. Der neue Vorstand des Weinbauverbandes hat es sich zum Ziel gesetzt, die erfolgreichen Maßnahmen der Vorjahre fortzusetzen sowie durch neue Maßnahmen weitere Genießer für den sächsischen Wein zu erschließen.

4. Gebietsweinprämierung Sachsen
Dem Weinbauverband Sachsen ist eine fachlich anerkannte, glaubwürdige und transparente
Gebietsweinprüfung ein grundlegendes Anliegen. Bei der diesjährigen Prüfung gibt es daher eine Reihe von Neuerungen, mit denen wir die genannten Aspekte weiter stärken wollen.
In den Durchführungsbestimmungen der sächsischen Gebietsweinprüfung ist geregelt, dass die Prüfung nach den anerkannten Regeln der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchzuführen ist.

Wir freuen uns daher, dass es uns in diesem Jahr gelungen ist, die DLG als Partner der
Gebietsweinprämierung Sachsen zu gewinnen. Denn mit ihrer langjährigen Erfahrung und Expertise steht die DLG für eine anerkannte und unabhängige Bewertung der Qualität von Lebensmitteln. In diesem Zusammenhang übernimmt die DLG bei der Prüfung 2018 die Verkostungsleitung.

Auch hinsichtlich der Bewertung gibt es bei der Gebietsweinprüfung eine Neuregelung. So geht die Bewertung von Erzeugnissen des eigenen Betriebs zukünftig nicht mehr in die Gesamtwertung für das jeweilige Produkt mit ein, wird also vorab gestrichen. Auch mit diesem Schritt soll die Gebietsweinprämierung Sachsen als fachlich fundierter und hochwertiger Wettbewerb bei Winzern, Weinfreunden sowie in der breiten Öffentlichkeit weitere Anerkennung finden.

Eingetragen in: News
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