VDP Sachsen-Saale-Unstrut & 100 Jahre VDP

WKT N°10 Endlich gibt es auch hier einen eigenen Verband und die Anbaugebiete an den Flüssen Saale, Unstrut und Elbe können sich auf Veranstaltungen des VDP profilieren und von den anderen deutlicher differenzieren. Am 26.11.2010  trafen sich die >Elitewinzer< der beiden Anbaugebiete zum Gründungsakt auf Schloss Proschwitz. Unter „VDP“ versteht sich der Verband deutscher Prädikatsweingüter.

Sie bestehen aus regionalen Untergruppen und umfassen ca. 200 Spitzenbetriebe in ganz Deutschland. Der Traubenadler, meist findet man ihn auf den Etiketten oder Kapseln, ist das Erkennungsmerkmal. Es ist nicht leicht in diesen Kreis aufgenommen zu werden und umso härter, die Auflagen zu erfüllen um Mitglied bleiben zu können. Die vier Weingüter Pawis, Lützkendorf, Zimmerling und Prinz zur Lippe bilden den Grundstock der VDP Weingüter im Osten Deutschlands.

Unter den geladenen Gästen war auch Elisabeth Born, die Weinkönigin des Anbaugebiete Saale-Unstrut. Ich hatte mich sehr gefreut mit ihr näher ins Gespräch kommen zu können, denn auch sie stellte sich als ehemalige Geisenheimer Absolventin vor.

Weinkönigin Juliane I.
 
 

(www.vdp.de) „Wir sind stolz diese Pioniere des Weinbaus in unseren Reihen zu wissen. Sie haben sich bald nach der Wende die Qualitätsgedanken der VDP Prädikatsweingüter zum Vorbild genommen und sich so zur unangefochtenen qualitativen Spitzenposition in ihren Gebieten vorgearbeitet. Wir freuen uns, 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung die Gründung an einem für die Prädikatsweingüter besonders denkwürdigen Tag zu begehen – und das im großen Kreis von Politik, Presse und Gesellschaft,“ äußerte VDP-Präsident Steffen Christmann, der zusammen mit VDP-Ehrenpräsident Michael Prinz zu Salm-Salm in Schloss Proschwitz den Gründungsakt vollzog. „Das ist ein Meilenstein auch für die älteste Vereinigung von Spitzenweingütern in der Welt, die anno 2010 knapp 200 Mitglieder in allen Weinanbaugebieten Deutschlands zählt!“

Vor genau einem Jahrhundert, am 26. November 1910, kamen im Hotel Monopol zu Koblenz 13 Weingutsbesitzer und Weinfachleute der „Edelweinbaugebiete“ Mosel, Pfalz, Rheinhessen und Rheingau zusammen, um den „Verband Deutscher Naturweinversteigerer“ (VDNV) aus der Taufe zu heben. Das Ansinnen: Ein gemeinsames Dach für die bislang nur regional organisierten Spitzenweingüter, ein gemeinsames Reglement für die Versteigerungen, Werbung für den deutschen Wein – vorzugsweise im Ausland –, dazu Schutz der Originalabfüllung. 100 Jahre später kommt eine kleinere, aber nicht weniger illustre Runde auf dem sächsischen Schloss Proschwitz zusammen. Ein weiterer denkwürdiger Tag für den deutschen Weinbau!

Eingetragen in: Weinhoheiten unterwegs