Marathon zum Tag des offenen Weingutes 2013

24./25. August 2012
Am Wochenende haben Katja und ich uns viel vorgenommen: wir wollen ALLE Weingüter schaffen!
Und so haben wir reichlich zwei Wochen vorher überlegt, wie man dies strategisch am besten verwirklicht und uns einen Plan erstellt, der zwar oft umgeworfen aber endlich fertig wurde.
Aber dies war nicht alles, wir organisierten uns für Samstag und Sonntag eine Fahrerin: Regina Riedel und Jana Lustik, so dass wir kein Ärger bekommen wenn wir überall probieren. Ganz lieben Dank noch mal!

Natürlich wollten wir unseren Marathon auch belegen und so ließen wir uns kleine Fahnen anfertigen, die wir an jedem Weingut hinterließen.
Samstag Vormittag kam uns noch die Idee, dass uns die Leute folgen sollten und wer das „schönste, kreativste oder lustigste“ Bild mit unserem Fähnchen macht, bekommt eine Flasche Traminer-Königinnenwein.

Leider war dies wohl etwas zu spät und so gab es nur wenig Teilnehmer aber trotzdem einen Gewinner: Weingut Steffen Schabehorn.

Zurück zu unserem Marathon:
Wir starteten Samstag Morgen und begannen unsere Tour in Diesbar-Seuslitz. Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir zwar schon zu unserem ersten Weingut Joachim Lehmann etwas zu spät aber wir konnten dies im Laufe des Tages sogar wieder aufholen. Danach hielten wir bei Jan Ulrich, genossen die Aussicht vom Weinberg Merkers Weinstuben und warfen einen kurzen Blick vom Winzerhof Golk. Bei Bernd Kämpfe gab es einen kleinen Käse-Snack und humorvolle Anekdoten. Irene Weisflug war schon im Stress mit den ersten Mittagsgästen und so schlugen wir uns nach Meißen zum Rothen Gut durch. Auch hier waren schon zahlreiche Gäste vor Ort und lauschten der Musik im großen Innenhof bei Wein und Flammkuchen. Jetzt mussten wir uns aber sputen, hatten wir doch um 15.00 Uhr Termin bei Anja Fritz zum Hoheiten-Kaffeeklatsch und wollten vorher noch bei Vincenz Richter vorbei. Der war natürlich bei der Weinwanderung als wir ankamen. Aber das war kein Problem, wir gingen zu den Nachbarn: Hanne und Rainer Engelhardt. Beide kenne ich schon lange und sie haben mich bei der Wahl tatkräftig mit Wissen und Gastfreundschaft unterstützt. Wir wollten sowieso an ihrem Tisch sitzen, damit auch wir zukünftig dort mit einem Metallschild verewigt werden.
Nachdem Herr Herrlich von seiner Wanderung zurück war, gingen wir kurz mit ihm in den Keller und lauschten den Tönen des Jagdhorns. Bei Anja Fritz gönnten wir uns Kaffee und Kuchen, um gestärkt zur Winzergenossemschaft aufzubrechen. Zu unserer Überraschung war auch Herr Krüger vor Ort, denn er hatte eigentlich noch Urlaub. Nun ging es weiter zu Steffen Loose nach Gröbern, wo wir vom Loosecco naschten. Auf dem Rückweg nach Meißen schauten wir noch bei Weinbau Henke und dem Peterkeller in Weinböhla vorbei. Leider verpassten wir bei Ricco Hänsch das tolle Tanzpaar, das gerade von der Bühne stieg als wir ankamen aber wir ließen uns die Stimmung nicht verderben und stießen mit Ricco auf ein erfolgreiches Wochenende an.  Fast waren wir am Ende des ersten Tages, so schauten wir noch beim Weinhaus Schuh vorbei, trafen auf Irene Grusla und meine Mutter und hielten einen kurzen Plausch. Nicht zu vergessen unser letzter Stopp bei Steffen Schabehorn. Hier tanzten schon die ersten Gäste bei beschwingter Musik. Und um Mitternacht gab es noch eine Überraschung für unsere Fahrerin Regina Riedel: sie hatte nämlich Geburtstag. Der wurde feierlich mit einer Torte, einem Glas Sekt und einem Ständchen besungen.
Gegen 2.00 Uhr lagen wir dann geschafft in den Betten des Romantik Hotels Deutsches Haus in Pirna, um noch ein wenig Schlaf und Kraft für den neuen Tag zu schöpfen.

Sonntag hatten wir uns für halb 10 mit Lars Folde in Pesterwitz verabredet, da dieser nicht ganz an der Weinstraße liegt. Um so schöner war es, in Ruhe mit ihm und seiner Frau entspannt bei Kaffee und Kuchen zu frühstücken und die Aussicht zu genießen. Von hier aus fuhren wir weiter nach Pillnitz zu Klaus Zimmerling. Kurz nach 10 saßen hier schon die ersten Gäste mit einem schönen Glas Wein. Hier muss es gestern sehr aufregend gewesen sein. Klaus Zimmerling erzählte uns, dass Samstag sogar ein Helikopter vor Ort war, da ein Mädchen die Treppe runter gestürzt war. Aber es ist alles gut gegangen und kam mit einer Platzwunde an der Stirn davon.
Unsere nächsten Ziele in Pillnitz waren Winzerhof Sauer und Böttcherei Rolf Götze. Anschließend folgte eine Entdeckung, auf die wir schon gespannt gewartet hatten: elbhang WEINkeller Vierheilig. Hier waren wir noch nie und der Keller hat auch nur zu diesem Wochenende geöffnet. Da müssen wir kommendes Jahr unbedingt mal an einer Kellerführung teilnehmen. Nun gab es unseren ersten Wein für diesen Tag, den Domina Rosé von Lutz Müller auf Schloß Albrechtsberg. Hier hatten wir eine gute Sicht auf die Waldschlösschenbrücke und die Menschenmassen. Da war es hier oben doch viel idyllischer und die Gäste brachten sich ihre Picknickdecken mit, um auf der Wiese zu verweilen. Von hier aus war der Weg zum Weinbau Fehrmann doch etwas weiter aber wir lagen gut in der Zeit und so machten wir bei ihm weiter, wo wir aufgehört hatten: mit einem Rosé. Danach fuhren wir direkt zum Weingut Matyas nach Coswig, wo wir kurz die Gäste auf der Bühne begrüßten. Trotz den vielen hundert Mann hatten die Gastgeber noch Zeit für uns und gaben uns ihren goldprämierten Bacchus mit auf den Weg. Leider konnten wir auch hier nur kurz verweilen, denn alljährlich treffen wir uns mit Dr. Heino Blawitzki auf unserem Königinnenweinberg, dem Schwalbennest. Hier unterhielt Lösius die Gäste mit seinem Minnegesang und auch wir stärkten uns mit ein paar Käsewürfeln und einem Gläschen Wein. Aber nicht genug, weiter ging es nach Radebeul zum Winzerhof Rößler. Hier wartete nicht nur Wein und selbst gemachte Kräuterlimonade auf uns, sondern auch Wildbratwurst von Hirsch und Wildschein – sehr lecker. Weitere Fähnchen verteilten wir bei Charlotte K und unserem Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Kastler auf dem Knollenweg. Bei einem Weißburgunder erkundeten wir seinen Weinberg und überprüften, ob die Pflaumen schon reif waren: leider noch sauer und auch etwas madig 😉
Auf dem Weg zu Schloss  Wackerbarth trafen wir Gäste, die uns schon mehrmals dieses Wochenende über den Weg gelaufen waren. Viele Menschen um und aus der Region nutzen also aktiv dieses Wochenende, um sich überall bei den Weingütern und Straußwirtschaften einmal umzuschauen und zu probieren. Direkt Schloss Wackerbarth befindet sich übrigens das Weingut Fliegenwedel. Hier werden die Weine im Keller des denkmalgeschützten, barocken Winzerhauses aus dem 17. Jahrhundert ausgebaut und von Werner und Viola Hößelbarth geführt. Ihren Sohn Felix trafen wir auch und verkosteten mit ihm einen Müller-Thurgau im Garten. Nun schreiteten wir weiter zur letzten Etappe für dieses Wochenende: die Weinbergstraße in Radebeul. Hier hinterließen wir ein Fähnchen bei Haus Steinbach, Weingut 3 Herren und Ulf Große. Bei Frédéric Fourré und Amrei ließen wir uns mit einem Riesling fernherb und einem Tomatenbrot sowie einem Teller Käsewürfeln verwöhnen.
Zum Finale tranken wir mit Friedrich Aust noch einen Tropfen von seinem Auxxerois und freuten uns, dass wir unseren Marathon tatsächlich geschafft haben.
Etwas müde aber glücklich und zufrieden fuhren wir anschließend gemütlich nach Hause.

Ganz herzlichen Dank an alle Winzer(innen), Weingüter und Straußwirtschaften für eure große Gastfreundschaft, eure kostbare Zeit und eure genüsslichen Weine. Wir werden dieses Wochenende immer gut in Erinnerung behalten.

Eure WP Christin Lustik

Bilder: Katja Riedel und Christin Lustik

Eingetragen in: Weinhoheiten unterwegs