Jungweinprobe in Werder

13. Brandenburger Jungweinprobe in Kempner-Haus

 
  Foto: Eberhard Brüchner

WERDER – In der sanierten ehemaligen Villa der jüdischen Bankiersfamilie Kempner in Werder ist in den vergangenen Monaten ein Eventhotel mit Restaurant mit edler Ausstattung entstanden. Ursprünglich war ein Hotel geplant. Nun will sich das Haus als Veranstaltungshotel profilieren, erfuhr die MAZ auf Nachfrage.

Noch vor der offiziellen Eröffnung des Hauses in der Isoldestraße in Werder, das ein Investor aus Russland 2004 erwarb, wird der Werderaner Weinverein dort zu Gast sein. Er lädt am 13. April zur 13. Brandenburger Jungweinprobe ein. „Die Fördervereine für den historischen Weinbau im Raum Werder und Schlieben wollen mit dieser Veranstaltung daran erinnern, dass der Weinbau in der Mark Brandenburg einst ein bedeutender Kulturzweig war“, sagt der Vorsitzende des Werderaner Vereins Rolf-Hermann Löhr.

Seit 13 Jahren sei es Tradition, dass der neue Jahrgang der Brandenburger Qualitätsweinlagen einem ausgewählten Personenkreis vorgestellt wird. Im vergangenen Jahr hatten die Weinbauvereine Schlieben und Werder in das Schloss Stechau zur Jungweinprobe eingeladen. Beeindruckt vom Schlossambiente kam Weinbauer Manfred Lindicke aus Werder im Ergebnis zu dem Schluss: „Da müssen wir uns in Werder sehr anstrengen, um an die Ausgestaltung im Schloss anknüpfen zu können.“ Nun aber hat der Verein ein nobles Haus für seine Präsentation in Werder ausfindig gemacht. Das Anwesen hat eine wechselvolle Geschichte. Die Nationalsozialisten hatten die jüdische Familie enteignet. Nach dem Krieg zogen die Rote Armee ein, es entstand ein „Kasino“. Zu DDR-Zeiten wurden dort Senioren gepflegt. Nach der Wende stand das Haus leer. Seit 2004 lies es der neue Eigentümer sanieren. (Von Regine Greiner)

Quelle:www.maz-online.de

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