Fassrollen in Cossebaude

Die WBG Cossebaude/ Merbitz & Weinbau Fehrmann feierten 850 Jahre Weinbautradition

WKT N° 148 24.07.2011 Auch auf der linken Elbseite wachsen Reben, sogar gar nicht wenig!

cimg2813

 

Während des Festemfpang vor dem Cossebauder Heimathaus, zu dem sich auch Dr. Aichmann (in Verkleidung) und Ortvorsteherin Frau Ines Pohl, wurde ein kleines Fass in Hommage an den Meißner Bischof Benno auf den Namen „Benno-Fass“ getauft. Frau Pohl hat das „Weihwasser“ nur dezent über das Fass rinnen lassen, damit es den Wein nicht verdünnt 😉 Zur kleinen Ansprache wurde an jeden einen kleinen Schluck Wein aus dem Benno-Fass ausgeschenkt. Anschließend duften Dr. Aichmann und ich in einer kleinen Kutsche Platz nehmen. Hinter uns tuckerte an einem rot polierten Traktor der Fasswagen, das „Fußvolk“ pilgerte hinterher. Unser Ziel war die Talstraße 62, der Sitz des Weinbaus Fehrmann. Schnell füllte sich der gemütliche Innenhof – dieser ist nur zu Ostern, Pfingsten, den Tagen des offenen Weingutes und zum Advent geöffnet. Die Gäste konnten die Tropfen vom Weinberg hinterm Haus, sowie Weine der Weinbaugemeinschaft bzw. der Sächsischen Winzergenossenschaft genießen. Live-Musik sorgte für die Grundstimmung. Rolf Fehrmann arbeitet als Traubenproduzent, d. h. er hat keinen eigenen Keller zur Weinerzeugung. Einige Trauben lässt er als Sonderedition für sich selber abfüllen – Rosé, Weißburgunder, Spätburgunder. Alle anderen Trauben liefert an das Weingut Schloss Proschwitz. Persönlich vom Chef wurden einige Gäste und ich über den Weinberg geführt. Der Aufstieg war ganz schön steil, kein Wunder, dass viele die Stufen als den Aufgang zum Himmel bezeichnen! Mein Respekt. Massive Trockenmauern halten den Boden zusammen. 1604 gehörte eben dieses Anwesen dem Dr. Aichmann. Er hat nach dem Württemberger Beispiel, Wasserabflussrinnen in den Weinberg eingebracht, um Wasserstau und evtl. Schaden zu vermeiden. Leider passiert dieses trotz Schutz, auch heute noch. Auch Rolf Fehrmann ist noch dabei einige seiner vielen Mauern wieder zu reparieren. Unter seinen knapp 8 ha Reben befinden sich auch die Terrassen für die Sonderedition des Weingutes Schloss Proschwitz. Nun weiß ich persönlich wo die Trauben wachsen für den „Drei Musketiere“ Weißburgunder und Spätburgunder.

Hut ab vor der vielen Arbeitszeit, die in die Trauben fließen!!

Weinbaugemeinschaftschef Herr Tuma hat mir zudem den Cossebauer Bismarckturm gezeigt. Von diesem aus kann man über einige der linkselbischen Weinberge blicken und dann sogar bis zur Dresdner Frauenkirche – wow.

Der Besuch in Cossebaude lohnt sich. Die nächste Chance – zu den Tagen der offenen Weingüter 27. + 28. AUGUST 2011. Wir sehen uns.

Weinkönigin Juliane I.
Eingetragen in: Weinhoheiten unterwegs