Die Weinhoheiten 2012/2013 bedanken sich…

Am 09.11.2013 wurden unsere Nachfolgerinnen gewählt. Dabei hatten wir die Gelegenheit eine kleine Abschlussrede zu halten:

 

Wann ist ein Wein ein Wein?

Solange es ein sächsischer Wein ist. Ist alles gut?

Es sollte das Jahr unter dem Motto Rotwein, Weißwein und Rose werden.

 

Es ist das Jahr der Flut, der Verrieselungen, der geringen Erträge, das Jahr des Beitritts von Dresden, Coswig, Pirna, Meißen und Radebeul in den Weinbauverband., das Jahr mit einem Medaillenregen bei der Gebietsweinprämierung und das Jahr in dem die Weinhoheiten es geschafft haben zum Tag des offenen Weingutes alle Weingüter zu besuchen geworden.

Es ist für uns ein bewegender Moment. Genau hier begann das Weinjahr 2012/2013 für uns und sollte so einige Überraschungen mit sich bringen.

Haben wir Sie bei unserer Wahl bereits kennengelernt, so waren wir doch überrascht mit welcher Herzlichkeit und Spontanität Sie uns immer wieder empfingen und unterstützten.

Wir sind stolz, dass wir ein solch breites Spektrum an weinbegeisterten Sponsoren erleben konnten. Wir bedanken uns für Ihre Identifikation mit unserer Region und unserer einmaligen Weinkulturlandschaft. Oder können Sie sich Sachsen ohne unseren Wein vorstellen? Der sächsische Wein ist ein prägendes Element für unsere bezaubernde Heimat.

Immer wieder waren wir selber überrascht in welch ausdauernde Schwärmerei wir kamen, konnten wir unsere Region, unsere Landschaft, unsere Tradition und natürlich unseren Sächsischen Wein präsentieren.

Wir haben jeden Moment genossen.

Aber stellen Sie sich vor, dieses Pensum wäre alles per Pferd oder Fahrrad zu absolvieren?

Da bedarf es doch einiger Pferdestärken mehr. Und wie Frauen so sind – sie wollen nur das Beste. So wurde es gleich einmal ein Mercedes B-Klasse vom Autohaus Widmann der glauben Sie uns spritziger, treuer und zuverlässiger ist alles jedes Pferd.

Um gut und allerorts repräsentieren zu können, bedarf es vieler Kilometer – Deshalb ein riesen großes Danke für die unabdingbare Tankkarte von Mineralöl Schneider.

Gut dass die B-Klasse so geräumig ist. So konnten wir außer den Hoheiten stets die Shoppingtüten von Perfetto, unseren Pokal vom Meißner Bleikristall, die Ballkleider von Frau Fichtner und Frau Deckwer-Schwabe, 1 Kiste Oppacher Mineralwasser, den Königinnenwein und natürlich zur Krönung die Krone auf dem frisch stets gut gestylten Haar vom Friseurstudio Kluge sicher transportieren.

Weniger Platz aber dennoch hohe Bedeutung nehmen natürlich die finanziellen Zuwendungen von der Volksbank Raiffeisenbank Meißen Großenhain, der Sparkasse Meißen, den Stadtwerken Elbland, den Stadtwerken Meißen in Anspruch, für die wir uns ganz herzlich bedanken. Denn Frauen brauchen auch so ein paar andere Kleinigkeiten. Danke auch für die immer präsenten Fotografen Eckard Kahle und Daniel Bahrmann, die so manch lustigen Moment für immer festhielten. Wenn keiner von beiden vor Ort war, hat sich hier und da immer wieder eine Stadt oder Autobahnmeisterei gefunden, die diesen Job übernommen hat. Dies war dann weniger erfreulich und in schwarz-weiß.

Mit diesen starken Partnern und Unterstützern konnten wir uns mit ganzer Kraft dem schönsten Ehrenamt Sachsens widmen.  Wir haben unsere Weinbegeisterung und unsere Liebe zum sächsischen Wein stets authentisch, fachlich kompetent und mit voller Leidenschaft präsentiert.

Und glauben Sie uns Chancen boten sich dazu genug.

Vom Seniorenheim bis zum Bundespräsidenten Joachim Gauck

Von der Meißnischen Weinbruderschaft bis zu Michael Ballack

Vom Biertrinker bis zum Fachpublikum auf zahlreichen Messen.

Vom einzelnen Kunden am Weinfeststand bis zu hunderten von Gästen beim Stadtfest.

Und was wir alles erleben durften – die Fahrt auf der Harley, die Weinpräsentation auf unseren Elb-Raddampfern, die Fahrt mit dem Motorboot, die Fahrt in zahlreichen Kutschen zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Pirna, bei den Weinfesten in Radebeul, Meißen und dem historischen Winzerumzug in der Hoflößnitz, die Fahrt im historischen Bus in Pesterwitz.

Und wo wir uns überall verewigen durften?

Bei Irene, der Mutter der Sächsischen Weinköniginnen, bei Rainer Engelhardt auf dem Tisch, im Goldenen Buch der Stadt Pirna und der Stadt Ortrand, auf der Briefmarke der Volksbank Raiffeisenbank Meißen – Großenhain und auf unserem Weinhoheiten-Wein.

Und wen wir alles kennen lernen durften?

Winzerchöre, Weinbaugemeinschaften, Männerchöre, Lions, Rotarier, Weinhoheiten

Und was wir alles lernen durften?

Und was wir alles tun durften?

Facebooken, Bloggen, liken, posten, teilen und Twitter. Schön sein und in jeder Lebenslage einen Weinspruch auf den Lippen haben, 40.000 km in einem Jahr fahren, auf dem freien Feld umziehen, 12 km rennen und dabei 10 Weine trinken, bis zu 5 Terminen am Tag managen und so vieles mehr, und immer lächeln…

Wir gaben alles um Ihre Raritäten zu präsentieren. Dabei hatten wir viele Herausforderungen zu bestehen: So meisterten wir die Eröffnung des Leipziger Weinfestes bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen, überstanden einen unglaublichen Wettereinbruch mit Starkregen und Sturmböen. Und konnten trotzdem auch mit klatschnasser Kleidung in der Zufluchtskneipe mit anderen Wetteropfern über den Sächsischen Wein angeregt und endlos philosophieren.

Es sollte noch schlimmer kommen.

Anfang Juni brachte der Dauerregen Hochwasser und die Einstürze zahlreicher Trockenmauern. Trotz der Bangen Stunden der Zusammenhalt war emotional und prägend. In schweren Zeiten zeigt sich wahre Menschlichkeit und Herzensgüte.

Durch den Fleiß der Opfer und der Helfer, dem Engagement vom Weinbauverband, der Ehemaligen Sächsischen Weinhoheiten, den damaligen amtierenden Deutschen Hoheiten, meiner badischen Weinkollegin Katharina Zimmer, dem Lionsclub Meißen und vieler Spender konnten unbürokratisch finanzielle Engpässe überwunden werden.

Als Selbstbetroffene bedanke ich mich für die Unterstützung, die vor allem auch den Mut zum Weitermachen gab.

Nach den anstrengenden Wochen voller Leid sollten auch schöne Ereignisse folgen. Wir entdeckten unsere Leidenschaft für den Marathon. Wir starteten zum Tag des offenen Weingutes. Mit PS Unterstützung konnten wir alle 36 Winzer in 48 Stunden besuchen. Tausend Dank für jedes Glas Wein und die Zeit, die ihr mit uns verbracht habt. Nächstes Jahr überprüfen wir, wer unser Andenken in Ehren gehalten hat. Ohne PS Unterstützung dafür mit viel Wein meisterten wir den Elbtalweinlauf. Auch ein Ereignis was wir nächstes Jahr wiederholen werden.

Mit einem gut gefüllten Fanbus voller Winzer und Weinfreunde versorgt mit Weinen und guter Laune konnten wir gen Offenburg zur Wahl der deutschen Weinkönigin düsen. Ich habe hier viel über mich selber gelernt und konnte auch an mancher Stelle über mich hinaus wachsen. Die Enttäuschung über den Ausscheid konnte durch die Ersatzkrone von Christin und Sandy Prüger durchaus verringert werden. Ich weiß, der Lemberger wird für immer eine tragende Rolle in meinem Leben spielen. Wir wünschen dem Deutschen Hoheitengestirn Nadine Poss, Ramona Diegel und Sabine Wagner viel Kraft für ihr Amt und stets Freude bei Ihren Aufgaben. Zeit zum Nachdenken über Lemberger & Co konnten wir uns nicht erlauben:

Ein besonderes Erlebnis waren die Weinfeste in Weinböhla, Pirna, Pesterwitz, Pillnitz, Nossen, Burgstädt, Chemnitz, Leipzig, Freyburg, Radebeul, Meißen, & Hoflößnitz.

Es war Emotionalität pur, erlebt man es doch nur einmal in seinem Leben, die Weinfeste als amtierende Weinhoheiten zu eröffnen. Unsere Anwesenheit wurde so stark gewünscht, dass wir mit dem Speedboot von einem Weinfest zum anderem katapultiert wurden.

In der schönsten Jahreszeit der Winzer konnten wir uns körperlich auspowern: die Weinlese stand an. Wir halfen auf verschiedenen Weinbergen mit, blickten in diverse Keller und hoffen unser Bestes gegeben zu haben für einen guten Jahrgang 2013. Ich denke dieser Jahrgang hat es besonders nötig. Das spannende am Wein ist, dass jedes Jahr anders ist, vielleicht müssen wir uns mit der Hoffnung trösten dass 2013 kein gutes Weinjahr war, aber bessere folgen werden. Das Amt der Sächsischen Weinkönigin wird als das schönste Ehrenamt Sachsens bezeichnet. Nach einem Jahr Amtsjahr kann ich das aus vollem Herzen bestätigen. Viele Messen, Weinverkostungen, Preisverleihungen und Auftritte auf Festen gaben mir die Möglichkeit, den Sächsischen Wein zum Einen zu präsentieren und zum Anderen den Wein zu leben. Ich bin stolz auf die Leistungen der Winzer, die ich vertrat und wurde durch die hervorragenden Weinqualtäten immer wieder bestätigt. Die Antrittsbesuche bei den Winzern im Elbland werden mir immer unvergesslich bleiben. Bei dem Winzer vor Ort konnte ich viel über Wein lernen, verschiedene Philosophien verstehen und die Winzer mit allen Fragen löchern. Bei meinen Reisen außerhalb des Anbaugebietes habe ich ganz oft bemerkt, dass der Sächsische Wein noch immer mit Vorurteilen behaftet ist. Jedoch konnte ich an vielen Stellen bei einer kleinen Verkostung die Gäste vom Gegenteil überzeugen und sie ins Schwärmen bringen.

Bei rund 400 Terminen konnte ich den Sächsischen Wein präsentieren. Viele schöne Termine waren dabei und ich habe viele interessante Menschen kennen gelernt. Für mich war das Jahr eine große Herausforderung und Ehre.

Vielen Dank!

Ich hoffe. Ihr werdet auch in 25 Jahren noch an Eure 25. Sächsische Weinkönigin denken. Und an meinen Lieblingsspruch: Was du heute kannst entkorken das verschiebe nicht auf morgen!

 

Auch auf diesem Wege möchten wir uns für das wunderschöne Jahr und die gute Zusammenarbeit im Sinne des Sächsischen Weines bedanken.

Eure WK a. D. Katja Riedel

Eingetragen in: Weinhoheiten unterwegs