Kerner

Stand 2008: 27,34 ha = 6,12 % Ertragsrebfläche (von 447 ha)

Der Kerner wurde 1929 von Herrn August Herold (1902-1973) aus den Reben Trollinger (rot) x Riesling (weiß) gezüchtet und ist seit 1960 in Dtl. zugelassen.
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August Herold absolvierte in Hohenheim ein Agrarstudium. Nach Tätigkeiten an der Staatlichen Weinbau-Verwaltung und an der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Naumburg-Saale übernahm er im Jahre 1928 die Leitung der Württembergischen Anstalt für Rebenzüchtung und Rebenpfropfung in Weinsberg. Er schuf zahlreiche Zuchtstämme und neue Rebsorten wie zum Beispiel die Neuzüchtungen Dornfelder, Hegel, Helfensteiner, die nach ihm benannte Heroldrebe, Hölder, Juwel, Kerner, Ruling, Silcher und Sulmer. Die Bezeichnung Kerner geht auf den Dichter Justinus Kerner (1786-1862) zurück, der in Weinsberg lebte und unter anderem Gedichte und Lieder über Wein verfasste.

Heute steht der Kerner im Anbau an 4. Stelle in Deutschland und ist nach dem Riesling allgemein sehr beliebt. Er ist ein charakteristischer würziger Wein mit einer frischen rassigen Art und einer rieslingsähnlichen Säure sowie einem leichten Muskatbukett. Er passt gut zu Fisch, hellem Fleisch und würzigem Käse. Die Sorte hat in relativ kurzer Zeit eine enorme Verbreitung gefunden. Die Kernertraube reift etwas früher als der Riesling. Er bringt hohe Öchslegrade. Deshalb werden fast alljährlich Prädikatsweine geerntet.

 

Informationen

Weinbauverband Sachsen e.V.
Fabrikstraße 16
01662 Meißen
Tel.: 03521/763530
Fax: 03521/763540

info@weinbauverband-sachsen.de
www.weinbauverband-sachsen.de  

Website der Sächsischen Weinhoheiten
www.saechsische-weinkoenigin.de


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