Gutedel
Stand 2006: 4,61 ha= 1,10 % bestockte Rebfläche
Gutedel - richtig: weißer Gutedel, auch Schönedel, Moster, Junker, Süßling, Silberling, Frauentraube, Chasselas blanc u.a.m. genannt.

Eine Spielart ist der Rote Gutedel, der sich vom Weißen Gutedel nur in der Farbe unterscheidet, beide sind seit 1956 in Dtl. zugelassen. Der Gutedel ist die älteste unserer Kulturreben und als Tafeltraube weltweit verbreitet. Die Herkunft dieser Sorte ist umstritten. Er ist ca. 5000 Jahre alt und soll aus Ägypten kommen. Bei Kairo werden auch heute noch einige Spielarten angebaut. In der Schweiz ist er in klösterlichen Urkunden als Fendant seit dem 15. Jahrhundert erwähnt. 1523 wurde er in Burgund eingeführt.
Der Wein ist leicht, süffig und sehr bekömmlich und schmeckt jung getrunken besonders gut. Die Rebsorte wird auch häufig für Neuzüchtungen herangezogen, zum Beispiel für die Sorten Charmont, Doral, Gutenborner, Huxelrebe, Müller-Thurgau, Nobling und Schönburger. Vor- und Nachteile: Das Traubengewicht ist relativ hoch, so dass auch in ungünstigen Herbsten mit höheren Erträgen gerechnet werden kann, als dies bei anderen Rebsorten der Fall ist. Doch die Gutedelrebe ist empfindlicher in der Blüte und bei Frost, sowie anfälliger auf den falschen Mehltau.
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