Auftakt der Weinlese mit 73 Grad Oechsle

Winzergenossenschaft startet heute mit Weinlese von „Müller-Thurgau“ und „Goldriesling“

 
Fotos: Frank Neumann

04. September 2012, Sächsische Winzergenossenschaft Meißen eG

Herbstzeit ist Weinlesezeit: Heute hat die Sächsische Winzergenossenschaft Meissen eG als Sachsens größter Weinhersteller die Weinlese mit der Sorte „Müller-Thurgau“ offiziell begonnen. Nach altem Brauch begann die Lese mit dem „Aufschießen der Ernte“ und dem „Freudendonner“.

Die ersten Mitglieder der Winzergenossenschaft haben zwar bereits Trauben der Sorte „Goldriesling“ gelesen, aber offiziell geht es erst heute mit der Lese los. Im Weinberg von Winzer Fred Lange in Gröbern eröffnete heute Lutz Krüger, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Meissen eG, gemeinsam mit der sächsischen Weinprinzessin Katharina Fritze, Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke sowie Claus-Michael Zwiebel, Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Meißen Großenhain eG und Pfarrer Uwe Haubold von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Afra Meißen die Weinlese feierlich nach historischem Vorbild. „Einst lebte ein fröhlicher Brauch in Sachsens Weinbergen: Vielerorts wurde der Lesebeginn lautstark mit Böllerschüssen angekündigt“, erläutert Krüger. In verschiedenen alten Dokumenten und Überlieferungen wird vom „Aufschießen der Ernte“ und dem „Freudendonner“ zu ihrem Beginn gesprochen.

Auch war es früher üblich, der Lese den kirchlichen Segen zu erteilen. „Vor zehn Jahren wurde diese Tradition von der Sächsischen Winzergenossenschaft wieder aufgegriffen. Seit dem 850-jährigen Weinbaujubiläum im letzten Jahr, in dem sich die Ersterwähnung des Weinbaus in Sachsen zum 850. Male jährte, stellen wir nun sogar eine komplette historische Leseeröffnung nach, also auch mit Böllerschüssen und dem Freischießen der Ernte“, ergänzt Marketingleiterin Manja Licht. So erteilte Pfarrer Uwe Haubold der Weinlese seinen kirchlichen Segen, die Männer des „Meißner Schützenvereins 1460“ schossen die Ernte „auf“. Anschließend wurde die Qualität des frischen Rebensaftes von der Weinprinzessin direkt im Weinberg geprüft, um so den für die Weine des Jahres 2012 so wichtigen Oechslegrad öffentlich bekannt zu geben. „Der neue Müller Thurgau hat mit aktuell 73 Grad Oechsle einen sehr guten Wert“, freut sich Natalie Weich, Kellermeisterin der Winzergenossenschaft.

In den vergangenen Jahren stellte die Winzergenossenschaft zum traditionellen Weinlesebeginn jeweils einen ihrer vielen Weinberge vor: Die „Katzenstufen“ in Meißen, den „Ravensberg“ in Radebeul, den „Pillnitzer Königlichen Weinberg“, den „Minckwitzschen Weinberg“ in Radebeul, den „Ratsweinberg“ in Weinböhla, den „Domprobstberg“ im Meißner Spaargebirge, den Weinberg am „Bismarckturm“ in Cossebaude sowie den Weinberg „Fürstenberg“. In diesem Jahr startete die Weinlese mit der Sorte Müller-Thurgau im Weinberg von Fred Lange in Gröbern bei Meißen.

Quelle: Medienkontor (http://www.medienkontor.net/de/news)

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